TRAVEL CAPETOWN – SOUTH AFRICA Part 2

Kapstadt Reisetipps

Kapstadt. Für mich die perfekte Mischung aus Citytrip, Bergluft, Safari und einem Tag am Meer. In schwierigen Zeiten ist es wichtig Träume zu haben. Wo ihr in Zukunft wieder die Seele baumeln lassen möchtet ist Euch überlassen – aber ich hoffe, dass Ihr durch den zweiten Teil unserer Südafrikareise etwas Inspiration findet. Vielleicht schaffe ich es ja die #Quarantänevibes für einen kurzen Moment tief zu vergraben. Good to know: wir hatten uns am Anfang gegen die Gardenroute und für die Region in und um Kapstadt als Base entschieden.

Und los geht’s!

Aquila Private Game Reserve | Distance: 154 km from Capetown

Foodspots: Verpflegung inklusive (vegan options)

Klar, wen man nach Südafrika reist, ist eine Safari ein Muss! Der Aquila National Park ist ein Game Reserve, welches 2,5 Autostunden von Kapstadt City entfernt liegt. Wir hatten uns für einen Tagesausflug entschieden, aber natürlich könnt ihr hier auch übernachten. Das Hotel ist sehr idyllisch und ruhig gelegen. Uns war es sehr wichtig, dass das Game Reserve keinem Zoo ähnelt und die Tiere bei der Safari nicht allzu sehr in ihrer natürlichen Umgebung gestört werden. Das private Naturreservat erstreckt sich über eine Fläche von 10.000 Hektar. Wir hatten bei unserem Ausflug das Glück die „Big Four“, sprich Löwen, Nashörner, Büffel und Elefanten zu beobachten. Unser Jeep hat immer den nötigen Abstand gehalten um die Tiere nicht zu stören. Solltet ihr also eine Safari von Kapstadt aus planen, können wir dieses Naturreservat empfehlen. Man muss nur wissen, dass es sich um ein vergleichsweises kleines Reservat handelt, welches immer noch im Aufbau ist. Die verschiedenen Tierarten sind beispielsweise durch abgegrenzte Bereiche getrennt und das Löwenrudel wird vom Reservat mit Fleisch versorgt. Laut dem Safarileiter ist das Ziel, das die verschiedenen Arten irgendwann im Einklang miteinander leben.

The Old Biscuit Mill, V&A Waterfront, Sunset-Cruise, Whale Watching|Woodstock

Foodspot: Neighbourgoods Market (Samstags), Flourish Bistro, The Kind Kitchen, Espresso Lab Microroasters

Jeden Samstag ab 9.00 Uhr findet der sogenannte „Neighbourgoods Market“ in der Old Biscuit Mill statt. Lokale Brands bieten hier eine feine Auswahl an Schmuck, Kleidung und Interior Zeugs an. Wenn der Magen knurrt liegt Euch der Foodmarket mit Liveband nebenan zu Füßen. Vegane Optionen findet ihr hier ebenfalls überall. Rechts neben der Mall findet ihr im Bistro Flourish healthy Tagesgerichte, unverpackte Lebensmittel und nachhaltige Gadgets. Die Besitzerin hat deutsche Wurzel und so haben wir eine Weile geplaudert. Am Ende hat sie uns eine Liste über weitere geheime veganfoodspots mitgegeben. Don ́t miss this!

Noch nicht genug gebummelt und geschlemmt? Dann dürft ihr Euch zur berühmten Waterfront begeben. Hier tummeln sich viele Touris und Mainstream Stores. Die Victoria & Alfred Waterfront ist ein Distrikt am Hafen mit in einem riesigen Einkaufszentrum im kolonialen Stil. Auf keinen Fall verpassen sollte man einen „Sunset Cruise“ auf dem Katamaran des Anbieters „Mirage“, die Crew ist herzlich und versorgt dich mit Getränken und warmen Decken – sollte es doch zu frisch werden. Der Sonnenuntergang war natürlich das Highlight!

Whale Watching, nicht unbedingt vielversprechend Mitte März die berühmten Geschöpfte der Meere zu Gesicht zu bekommen. Aber Ocean Wonder macht es möglich! Als ich morgens auf dem wackeligen Schlauboot saß, war mir ehrlich gesagt gar nicht gut. Diese Übelkeit verflog allerdings ganz schnell als ich den ersten Seehund im Wasser plantschen sah. Es folgte die Begegnung mit einem Mondfisch (ein sehr gewaltiges Fischexemplar), auch Pinguine haben uns auf unserer Bootstour um Kapstadt begleitet. Aber dann wurde auf einmal alles ganz unwichtig, denn ein Mutterwal mit seinem Jungen schoss weit entfernt aus dem Wasser und zeigte sich in ganzer Pracht. Ich sag’s Euch, danach war ich im Glück! Auf dem Rückweg haben wir dann noch eine verspielte Gruppe jugendlicher Delfine getroffen. Die Gruppe macht es sich in den Gewässern vor Kapstadt gemütlich und ist eigentlich fast immer anzutreffen.

 

Farm Sanctuary, Babylonstoren | Stellenbosch

Foodspot: Restaurant Babylonstoren

Für uns gehört es bei einer Reise immer dazu Animal Sanctuarys zu besuchen, mitzuhelfen und zu unterstützen. Schnappt Euch euren Mietwagen und besucht die ́Farm Sanctuary ́ mit etwas Glück könnt Ihr den geretteten Tierchen ganz nah kommen. Am besten vorab kontaktieren um einen Rundgang buchen. Ihr könntet übrigens in der Scheune mit Picasso (berühmtes malendes Pig) und seinen Freunden auch übernachten!

Ein Besuch im Weinanbaugebiet ́Stellenbosch ́ gehört bei einem Südafrika Besuch dazu! So haben wir uns das bekannteste Weingut, das Hotelareal ́Babylonstoren ́ rausgesucht und im Restaurant die veganen Optionen getestet. Sagen wir ́s mal so: unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen! Hier wird alles selbst mit viel Liebe und Einklang zur Natur angebaut. Bei einem Spaziergang könnt ihr neben den verschiedenen Pflanzenarten auch auf Babyesel und freilebende Hühner treffen. Im Hauseigenen Spa habe ich mir noch eine Gesichtsbehandlung gegönnt. Wen ihr die Möglichkeit habt hier zu übernachten, solltet ihr das unbedingt tun!

 

landudno, Chapmans Peak Drive, Muizenberg & Boulders Beach

Foodspot: Blue Bird Garage Food and Goods, Ohana Café

Unser letztes Airbnb liegt in Ilandudno. Ein gehobenes Wohnviertel, welches mit einem gigantischen Blick aufs Meer zu meinem Lieblingsort um Kapstadt herum wurde. Von hier aus haben wir die schönsten Trips unserer Reise gestartet. Über den berühmten Chapmans Peak Drive – einer wunderschönen Panorama Straße – gelangt ihr in 30 Minuten nach Muizenberg, dort findet ihr auch die bekannten, kleinen bunten Strandhäuser. Sollte Euch der große Hunger überkommen, könnt ihr nicht weit entfernt im kleinen Örtchen ́Kalk Bay ́ im Ohana Café eine kleine Pause einlegen. Alternativ könnt ihr in der Blue Bird Garage, einem Food and Goods Market vorbeischauen. Wir konnten gar nicht fassen, wie viele vegane Leckereien auch hier wieder angeboten wurden.

 

So nun aber zum Highlight unserer Reise: freilebenden Pinguine ganz nah kommen! Ich konnte es nicht fassen, diese wunderschönen Geschöpfe sorgenfrei neben mir im Wasser plantschend zu beobachten.

Kleiner Tipp: nehmt zuerst den rechten Eingang neben dem kleinen Kassenhäuschen und zieht feste Schuhe an um über die Felsen zu klettern. Ihr gelangt zuerst an einen Strand, der kann recht überfüllt sein. Wenn ihr den Pinguinen nah kommen wollt, ohne sie zu stören, müsst ihr über die Felsen klettern, was teilweise eine ziemliche sportliche Herausforderung ist. Und zuletzt: bitte weist andere Touris auf offensichtliches Fehlverhalten hin. Ich bin mir sicher, dass es nicht mehr lange erlaubt sein wird, diese bedrohte Spezies von Nahem zu beobachten.

Seal snorkelling | Hout Bay (Duiker Island)

Ok. Ich war nicht ganz ehrlich zu Euch. Mein persönliches Highlight hat sich in zehn Grad kaltem Wasser abgespielt – gepaart mit extremem Kot- und Fischgestank. Diese kleinen Minuspunkte vergisst man aber ganz schnell wieder, wenn man mit einer jungen Robbe spielt, schwimmt und mit großen Augen begutachtet wird. Normalerweise verbringen Robben nicht all zu viel Zeit im Wasser, wie man vielleicht denken mag. Sie halten sich gerne auf dem großen Felsen, genannt ́Duiker Island ́, im Schutz ihrer Familie auf. Aber das Glück war bei diesem Ausflug auf unserer Seite, gleich über 100 Jungtiere war mit mir im Wasser. Solltet Ihr Euch jetzt Gedanken über Haie machen, ziemlich berechtigt – allerdings liegt Duiker Island in sehr seichtem Wasser (Haie greifen gerne von unten im Verborgenen an) die letzten Jahrzenten sei dort kein Angriff mehr vorgekommen.

Leider musste mein Mann, aufgrund seiner Verletzung, das Treiben von Weitem beobachten und so war es sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir nach Capetown gereist sind und den ́Welpen der Meere ́ so nah waren. Ich lege euch wirklich ans Herz, diesen Ausflug in Eure Planung zu integrieren. Es war für mich die schönste Erfahrung meines Lebens.

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